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Beltane - brennendes Leben

Eine Frau, in einem roten Mantel, die mit einem Reisigbesen Holz und Zweige in ein Feuer kehrt.
Ins Beltanefeuer wird alles gekehrt, was man nicht mehr haben will!

Feuer brennen auf den Hügeln.


Die Luft riecht nach Blüten und Erde.

Der Himmel leuchtet noch, obwohl die Sonne längst untergegangen ist.

Als wäre die Nacht selbst lebendig.


Beltane wird in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert – auf halbem Weg zwischen dem ersten Frühlingserwachen und dem höchsten Stand der Sonne. Es ist das Fest des Lebens in seiner vollsten, üppigsten, unaufhaltsamsten Form.


Der Winter liegt weit zurück.

Die Natur ist in ihrer vollen Kraft.

Alles wächst und blüht.


In alten Zeiten

wurde in dieser Nacht ein heiliges Feuer entzündet – nicht durch einen gewöhnlichen Funken, sondern durch das geduldige Reiben zweier Holzstücke. Alle anderen Feuer im Dorf wurden gelöscht. Erst wenn die neue Flamme brannte, wurden die Herdfeuer daran neu entzündet.

Das Feuer zog von der Mitte aus durch die ganze Gemeinschaft.


Es gibt ein uraltes Bild, das zu Beltane gehört:


Die heilige Hochzeit.

Die Göttin der Erde und der Gehörnte – der Gott des Waldes, der Wildnis, der ungezähmten Lebenskraft.

Zwei Kräfte, die sich begegnen.

Nicht in Abhängigkeit, nicht in Unterwerfung – sondern in freier, gleicher Würde.


Sie wählt ihn.

Er empfängt ihre Wahl.

Und aus dieser Begegnung entsteht Leben.


Diese Verbindung ist kein abstraktes Symbol. Sie zeigt sich überall in der Natur dieser Zeit – im Summen der Bienen, im Aufbrechen der Knospen, im Drängen und Treiben, das durch alles Lebendige geht.


Beltane feiert genau das: die schöpferische Kraft der Begegnung.

Das Ja, das Leben hervorbringt.

Dieses Fest fragt uns nicht nach Plänen oder Vorsätzen.

Es wendet sich dir zu und es fragt:


Wie sehr liebst du das Leben?


 
 
 

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