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Der Spiegel, den keiner will

as within so without
as within so without

Die meisten Menschen gehen ihr Leben lang an einer einzigen Erkenntnis vorbei.

Sie sehen nicht, dass das, was ihnen immer wieder begegnet – ihres ist.

Sie suchen die Ursache im Partner, im Chef, in der Mutter, in den Umständen, in der Welt.

Sie haben Argumente.

Sie haben Beweise.

Sie haben sogar andere Menschen, die ihnen zustimmen.


Und doch bleibt etwas.


Wenn ich zum xten Mal feststelle, dass ich mich wieder in einen Typen verschaut habe, der mich nur ausnützt.

Wenn ich mich zum millionsten Mal über die Bevormundung meiner Mutter ärgere.

Wenn ich immer noch das Gefühl habe, nicht gut genug zu sein.


Dann ist da ein Muster.

Und das Muster hat einen Ort.

Dieser Ort bin ich.


Seit fast vierzig Jahren gehe ich meinen Weg.

Und eines ist mir dabei wichtiger geworden als jede Meditation, jedes Konzept, jede schöne Idee:

Die Bereitschaft, nach innen zu schauen, wenn im Außen etwas auftaucht.

Aber kaum jemand will das hören.

Die Reaktion darauf ist fast immer dieselbe: Empörung und Ablehnung.


Ich bekomme Antworten wie:

Aber er hat mich betrogen!

Aber sie hat mich verletzt!

Willst du mir etwa sagen, ich sei selber schuld?

Als wäre das, was ich anbiete, ein Angriff. Dabei ist es das genaue Gegenteil.

Es ist die einzige Tür, die wirklich hinausführt. Denn man ist nicht mehr hilflos seinem Schicksal ausgeliefert. Man kann endlich aktiv werden.


Die Wahrheit ist unbequem.


Der Weg nach innen beginnt nicht damit, besser zu werden.

Er beginnt damit, ehrlich zu werden.


Ehrlich mit der Wut, die du seit Jahren verklärst.

Ehrlich mit der Traurigkeit, die du "loslässt", bevor du sie überhaupt anschaust. Ehrlich mit dem, was du auf andere projizierst, weil du es in dir nicht halten willst.


Spiritueller Bypass wird das genannt.


Was ich meine, wenn ich Tiefe sage.


Tiefe ist nicht das Gefühl nach einer Meditation.

Tiefe ist der Moment, in dem du aufhörst, außen zu suchen, was nur innen zu finden ist.

Der Moment, in dem du erkennst: Das, was mich stört, ist ein Spiegel.


Immer.


Das ist unbequem.

Aber es ist auch der Anfang der Veränderung.


Menschen, die sich auf diesen Weg einlassen, hören auf zu jammern über ihre Partner, ihre Chefs, ihre Eltern, die Welt.

Nicht, weil sie abstumpfen.

Sie begreifen, dass jede Geschichte, die sie erzählen, etwas über sie selbst erzählt.


Das ist keine Schuld.

Das ist Macht.


Was radikale Selbstverantwortung wirklich bedeutet


Sie bedeutet nicht, dass du an allem schuld bist.

Sie bedeutet, dass du an allem beteiligt bist.

An dem, was du siehst.

An dem, was du wählst zu glauben.

An dem, was du weiterhin zulässt.

An dem, was du aufhörst zu erzählen.


Das ist der Moment, in dem ein Mensch erwachsen wird.

Spirituell erwachsen.

Und ja – das tut manchmal weh.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, auf dem Weg weiterzukommen, ohne immerzu dieselben Schleifen zu drehen.


Kein Versprechen von Licht.


Ich verspreche niemandem Erleuchtung.

Ich verspreche keine Heilung in drei Schritten.

Ich verspreche nichts, was gut aussieht auf einer Kachel im Internet.


Was ich anbiete, ist ein Raum.

Ein klarer Bergsee.


Kühl.

Still.

Ehrlich.


Ein Feld für Menschen, die bereit sind aufzuhören, sich selbst zu umgehen.

Vielleicht bist du einer davon.

Wenn du das liest und etwas in dir zustimmt – dann weißt du, dass dich hier etwas ruft.


Nicht laut.

Nicht werbend.

Nur wahr.


Remember ist kein Programm.

Es ist eine Erinnerung.

An das, was du immer schon wusstest.

Und vielleicht zu lange nicht mehr hören wolltest.

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