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Warum die Raunächte schon im Sommer beginnen

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Was wir jetzt ernten, bewahren und loslassen, kann uns durch die dunkle Zeit tragen.

Asa Buchmann mit einem Erntekorb zu Mabon

Vorbereitung auf die Raunächte


Der Jahreskreis erinnert uns daran, dass alles seinen eigenen Rhythmus hat.

Auf den Sommer folgt der Winter.

Auf die Fülle folgt der Rückzug.

Und aus der Dunkelheit wächst wieder etwas Neues.


Die Raunächte liegen in der dunkelsten Zeit des Jahres.

Sie laden uns ein, innezuhalten, zurückzuschauen und nach innen zu lauschen.

Doch die Vorbereitung darauf beginnt viel früher.


Was wir im Sommer ernten, kann uns durch den Winter tragen.


Nicht nur im ganz praktischen Sinn. Auch in uns selbst gibt es eine Ernte.

Was ist in den vergangenen Monaten gewachsen?

Was hat sich entwickelt?

Welche Wünsche und Visionen sind Wirklichkeit geworden?

Was hat Früchte getragen – und was nicht?


Der Sommer ist eine gute Zeit, um innezuhalten und hinzuschauen.

Nicht alles, was wir einmal begonnen haben, muss weitergeführt werden. Manches darf abgeschlossen werden. Manches darf gehen. Und manches braucht einfach noch Zeit.


Ernte bedeutet deshalb auch Klarheit.


Zu erkennen, was bleiben darf.

Zu erkennen, was uns nährt.

Und zu erkennen, wovon wir uns verabschieden dürfen.


Wenn wir festhalten, was längst vorbei ist, entsteht kein Raum für Neues.

Jetzt ist der richtige Moment, einmal durch die Felder des eigenen Lebens zu gehen.


Was möchte ich mitnehmen?

Was möchte ich bewahren?

Was darf ich loslassen?


Unsere Vorfahren wussten, dass die Fülle des Sommers nicht selbstverständlich ist. Sie sammelten, trockneten, bewahrten und machten Vorräte für die kommende dunklere Zeit.

Auch wir können unsere eigene Ernte bewahren.

Eine Begegnung, die uns berührt hat. Eine Erkenntnis, die etwas verändert hat. Ein Moment von Freude. Eine Erfahrung, aus der wir gewachsen sind. Oder einfach das Gefühl, wieder ein Stück mehr bei uns angekommen zu sein.

All das kann zu einem inneren Vorrat werden.


Denn die dunkle Zeit beginnt nicht erst im Winter. Wir bereiten uns auf sie in der Fülle vor.


Der Jahreskreis gibt uns dafür einen einfachen, uralten Rhythmus:

Säen. Wachsen. Ernten.

Loslassen. Ruhen. Und wieder neu beginnen.


Vielleicht liegt genau darin seine Schönheit.

Er verlangt nicht, dass wir immer weitermachen. Er erinnert uns daran, dass auch das Innehalten seinen Platz hat.

Und so können wir den Sommer nutzen, um unsere Ernte bewusst wahrzunehmen und das zu bewahren, was uns durch die kommenden Monate tragen darf.


Was wir jetzt sammeln, kann später zu unserer Nahrung werden.


Vielleicht ist das die eigentliche Vorbereitung auf die Raunächte:


Nicht erst im Winter nach Antworten zu suchen, sondern schon jetzt bewusst wahrzunehmen, was das Leben uns schenkt. Die Kräuter des Sommers zu ernten, sie liebevoll zu trocknen und im Winter mit ihrem Duft und ihrer Kraft zu räuchern, ist eine dieser wundervollen alten Praktiken, die in den letzten Jahren wieder immer mehr ins Bewusstsein zurückkehrt.


Im Rauch & Wandel Retreat kannst du diese alte Tradition nicht nur kennenlernen, sondern selbst ins Tun kommen: Kräuter, Räuchern, Rituale, Loslassen und die bewusste Vorbereitung auf die Raunächte verbinden sich zu einem besonderen Wochenende.


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